Wir über uns

Pädagogischer Beratungsdienst

SOE

In der pädagogischen Beratungsstelle (SOE) des zweisprachigen Zweiges sind zwei Schulpsychologinnen tätig. Frau Tatjana Luyten Sampaio kümmert sich um die Kinder in Kindergarten, Vorschule und Grundschule und Frau Sabrina Steyer ist verantwortlich für die Mittel- und Oberstufe sowie für die Schülerinnen und Schüler des Abiturkurses.

Die wichtigsten Ziele unseres pädagogischen Beratungsdienstes sind die soziale Integration der Schüler, die Begleitung des Lehr- und Lernprozesses, die Förderung der Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern sowie die Partnerschaft zwischen der Schule und den Familien. Diese Begleitung beinhaltet auch den Kontakt mit außerschulischem Fachpersonal, das unsere Schülerinnen und Schüler betreut. Die Erziehungsberaterinnen haben die Aufgabe, eine positive Entwicklung im schulischen Bereich zu fördern. Dazu gehören unter anderem folgende Arbeitsbereiche: Eingewöhnungssituationen, Beziehungen, Disziplin, Lernschwierigkeiten, individuelle und emotionale Schwierigkeiten.

Die Erziehungsberaterinnen des zweisprachigen Zweiges arbeiten mit dem pädagogischen Beratungsdienst des A-Zuges in der Entwicklung und Anwendung der für die jeweiligen Klassen entwickelten Projekte eng zusammen und passen diese an die zweisprachige und bikulturelle Situation dieses Zweiges an.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung der ausländischen Schülerinnen und Schüler oder derjenigen Schüler, die vom A-Zug in den B-Zug gewechselt sind. Dabei findet eine enge Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Schüler, dessen Eltern und Lehrkräften sowie der Koordination statt. Gemeinsam werden die besonderen Bedürfnisse im Eingewöhnungsprozess im Hinblick auf die sprachlichen und kulturellen Veränderungen, die mit dem Schulwechsel einhergehen, analysiert.

Arbeitsweise

Der pädagogische Beratungsdienst betreut die Schülerinnen und Schüler einzeln oder in Gruppen bei folgenden Situationen:

· in der Phase der Eingewöhnung in der Schule;
· in der Phase der Eingewöhnung in die Klasse, in die Stufe oder an den schulischen Tagesablauf;
· wenn eine Klasse wiederholt wird;
· wenn bereits eine Abmahnung wegen schulischen Verhaltens erfolgte oder disziplinäre Probleme aufgetreten sind;
· bei pädagogischen Schwierigkeiten;
· wenn Kinder kürzlich aus dem Ausland gekommen und/ oder aus dem Schüleraustausch zurückgekehrt sind;
· wenn Kinder die Beratungsstelle von sich aus wegen pädagogischer oder emotionaler Gründe aufsuchen oder aus aktuellem Anlass;
· wenn Kinder von außerschulisch bereits psychologisch betreut werden.

Zusammenarbeit der pädagogischen Beraterinnen

Zusammenarbeit mit den Familien

· Gespräche mit den Erziehungsberechtigten zum Zuhören, Informieren und Beraten in Hinblick auf die pädagogischen und psychosozialen Aspekte der Schülerin oder des Schülers;
· Gespräche zur Einführung und Aufrechterhaltung der Partnerschaft zwischen Schule und Familie.

Zusammenarbeit mit außerschulischen Psychologen, Pädagogen und Ärzten

· Falls notwendig, legen wir den Familien nahe, professionelle Hilfe außerhalb der Schule aufzusuchen;
· Kinder, die außerschulisch behandelt werden, sind - wenn notwendig - in der Schule weiter zu betreuen;

Zusammenarbeit mit Lehrkräften

· Im Bedarfsfall können die Lehrer einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die psychosoziale Entwicklung eines Kindes zu analysieren. Die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften hilft sowohl bei der Identifizierung von Problemsituationen als auch bei der Betreuung und Beratung von Schülern, die Schwierigkeiten haben.
· Die SOE unterstützt die Lehrer in Hinblick auf ihre Beziehung zu den Schülern und/ oder Klassen.
· Die SOE hilft bei der Durchführung von pädagogischen Projekten.

Jahresplan für die Vorschule und erstes Schuljahr

In der Vorschule hat der pädagogische Beratungsdienst seinen Schwerpunkt in der Bildung von sozio-affektiven Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Im Vordergrund steht dabei die Kenntnis über sich selbst und die Wahrnehmung des Nächsten. Hierzu werden die folgenden Aspekte bei der Entwicklung des Kindes in Eltern- und Lehrergesprächen sowie bei Besuchen in den Klassen beobachtet:

· die Eingewöhnung des Kindes an das schulische Umfeld;
· die Eingewöhnung in die neue Gemeinschaft und die Beziehung zu den Mitschülern;
· Fortschritte beim Erlernen der deutschen Sprache und der Immersionskontext für Schülerinnen und Schüler, die neu im zweisprachigen Zweig sind und hier Unterstützung benötigen.

Jahresplan für das 2. Schuljahr bis zur 4. Klasse

Ab dem 2. Schuljahr liegt unser Schwerpunkt auf der Eingewöhnung des Kindes an die neue Jahrgangsstufe. In dieser Phase setzt sich die pädagogische Beratung für die Förderung der Unabhängigkeit der Schülerinnen und Schüler in ihrem schulischen Tagesablauf ein und beobachtet, wie Beziehungen zu Mitschülern und Lehrern verlaufen und wie Konflikte im Alltag gelöst werden. Der Schwerpunkt der Arbeit mit der 3. Klasse ist die Auseinandersetzung mit den steigenden Anforderungen, die von den Kindern eine höhere Organisationsfähigkeit erfordern. Die eindeutigere Wahrnehmung des Nächsten und die Unterschiede, welche die Individualität ausmachen, werfen Fragen und Konflikte auf, deren Lösung von der Qualität des Zusammenlebens abhängen. Hier hat die pädagogische Beratungsstelle eine Vermittlerrolle zusammen mit den Lehrkräften und erstellt die notwendigen Regeln und Grenzen für ein kooperatives Zusammenleben.

In den Klassen 3 und 4 werden gegebenenfalls Interventionen durchgeführt mit dem Ziel, die Qualität der sozialen Beziehungen zu verbessern. Respekt und Toleranz gegenüber den individuellen Unterschieden werden ebenso gefördert wie die Impulskontrolle und Empathie für den Nächsten, um eine konstruktive und reflexive Konfliktlösungsstrategie zu erreichen.

In der 4. Klasse arbeiten wir darauf hin, die Kinder auf den Übergang in die Sekundarstufe vorzubereiten. Dies geschieht vor allem durch gemeinsame Projekte von Grundschule und Sekundarstufe.

Jahresplan für die 5. Klasse

Die pädagogische Beratung hat das Ziel, den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen die Eingewöhnung in die Sekundarstufe und in die neue Klasse im Rahmen von Projekten im Unterricht und in Form von Einzelgesprächen zu erleichtern.

In dieser Jahrgangsstufe beginnt das Programm zur Organisation des Lernprozesses, wobei die Entwicklung regelmäßiger Lerngewohnheiten, dem korrekten Einsatz des Aufgabenbuches und die Organisation des Unterrichtsmaterials (Benutzung des eigenen Schrankes und des Materials im Schulranzen) im Vordergrund stehen.

Jahresplan für die Jahrgangsstufe 6 bis 8

Der Schwerpunkt der pädagogischen Beratung liegt auf der Planung und Einteilung der Zeit. Die Schülerinnen und Schüler lernen, ihre täglichen Aufgaben zu verteilen und ihren Tagesablauf so zu planen, dass die Lern- und Arbeitszeiten zu Hause systematisiert werden.

Durch Einzel- und Gruppengespräche versuchen wir Werte zu entwickeln, sodass die Schülerinnen und Schüler ein Gefühl dafür bekommen, wie ihr Verhalten von andern wahrgenommen wird.

Außerdem wird den Schülerinnen und Schülern Sexualkundeunterricht angeboten. Dabei können die Heranwachsenden in einer durch Vertrauen und Ehrlichkeit geprägten Atmosphäre Fragen zur Sexualität stellen.

In der 8. Klasse betreut die Erziehungsberaterin den Eingewöhnungsprozess der Schülerinnen und Schüler, die aus dem A-Zug in den B-Zug wechseln, und greift, wenn notwendig, direkt oder in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften, ein.

Oberstufe

Der pädagogische Beratungsdienst SOE der Oberstufe konzentriert sich vor allem darauf, die Jugendlichen einzeln oder in Gruppen zu betreuen, um eine harmonische Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu gewährleisten. Die Rolle eines jeden einzelnen in der Gesellschaft steht dabei im Vordergrund.

In der Oberstufe führen wir auch regelmäßig Berufsberatungen durch. Dabei erhalten die Schülerinnen und Schüler Informationen über die verschiedenen Berufe, Studiengänge, Universitäten und den Arbeitsmarkt. Außerdem werden die Jugendlichen dazu angeleitet, über ihre Interessen, ihre persönlichen Erwartungen und ihre Fähigkeiten nachzudenken.